Startet ein Elektroauto später als vorgesehen oder lädt es trotz angeschlossenem Kabel nicht, sind häufig getrennte Ladepläne im Fahrzeug und im Ladegerät aktiv. Am übersichtlichsten ist es, die Ladezeit nur an einer Stelle festzulegen.


Wo ein Ladeplan gespeichert sein kann

Je nach Fahrzeug und Ladegerät lässt sich die Startzeit an verschiedenen Stellen einstellen:

  • im Fahrzeug oder in der Fahrzeug-App

  • an der Wallbox oder am mobilen Ladegerät

  • in der App des Ladegeräts

  • über einen Verzögerungstimer am Gerät

Der Ladeplan im Fahrzeug legt fest, wann das Auto Strom annehmen soll. Der Ladeplan des Ladegeräts bestimmt dagegen, wann Strom bereitgestellt wird.

Sind auf beiden Seiten Zeiten hinterlegt, kann der Ladevorgang nur innerhalb des gemeinsamen Zeitfensters starten.


Zwei Ladepläne können das Ladefenster verkürzen

Angenommen, das Ladegerät ist von 00:00 bis 06:00 Uhr freigegeben. Das Fahrzeug soll laut eigener Einstellung jedoch erst um 04:00 Uhr mit dem Laden beginnen.

Damit bleiben tatsächlich nur zwei Stunden von 04:00 bis 06:00 Uhr. Diese Zeit reicht unter Umständen nicht aus, um den gewünschten Ladestand zu erreichen.

Liegt die eingestellte Startzeit des Fahrzeugs außerhalb des freigegebenen Zeitraums der Wallbox, beginnt der Ladevorgang möglicherweise gar nicht. Kabel und Ladegerät können dabei technisch einwandfrei funktionieren – die beiden Zeitpläne passen lediglich nicht zusammen.

Eine Stelle als Hauptsteuerung wählen

Ein Ladeplan im Fahrzeug ist praktisch, wenn dasselbe Auto regelmäßig an verschiedenen Orten geladen wird. Bei einigen Modellen werden die Einstellungen zusätzlich mit einem bestimmten Standort verknüpft.

Die Steuerung über das Ladegerät bietet sich an, wenn mehrere Fahrzeuge denselben Ladepunkt nutzen oder wenn bevorzugt zu günstigen Tarifzeiten geladen werden soll. Dadurch muss die Zeit nicht in jedem Fahrzeug einzeln angepasst werden.

Wer den Ladeplan über das Ladegerät verwaltet, kann bei App-fähigen Modellen Startzeit und Ladestatus an einer Stelle prüfen. Bei der EVDANCE 11-kW Mobile Wallbox mit App erfolgt die Verbindung zur App über WLAN oder Bluetooth. Im Fahrzeug sollte dann kein abweichender Ladeplan aktiv sein.

Mehr zu den unterschiedlichen Verbindungs- und Zugangsfunktionen erklärt unser Artikel WLAN, Bluetooth und RFID bei einer Wallbox.


Ein Verzögerungstimer ist kein fester Ladeplan

Einige mobile Ladegeräte bieten anstelle eines Wochenplans einen Verzögerungstimer.

Dieser zählt ab dem Zeitpunkt der Einstellung bis zum gewünschten Start. Wer beispielsweise um 20:00 Uhr eine Verzögerung von vier Stunden auswählt, startet den Ladevorgang gegen 00:00 Uhr. Wird dieselbe Verzögerung erst um 22:00 Uhr eingestellt, verschiebt sich der Start auf etwa 02:00 Uhr.

Ein fester Ladeplan verwendet dagegen eine bestimmte Uhrzeit oder einen wiederkehrenden Zeitraum, beispielsweise werktags von 00:00 bis 06:00 Uhr.

Prüfen Sie deshalb, ob das Ladegerät mit einer Verzögerung, einer festen Startzeit oder einem wiederkehrenden Wochenplan arbeitet.


Den Ladestatus nach dem Anschließen prüfen

Nach dem Anschließen zeigt das Fahrzeug, das Display des Ladegeräts oder die App in der Regel den aktuellen Status an:

  • Laden – der Ladevorgang läuft

  • Geplant oder Warten – das Fahrzeug ist verbunden und startet später

  • Fehler oder Offline – eine andere Ursache verhindert den Start

Steht der Status auf „Geplant“ oder „Warten“, liegt nicht automatisch ein Fehler vor. Prüfen Sie zunächst die angezeigte Startzeit, bevor Sie das Kabel neu anschließen oder das Ladegerät neu starten.


Startzeit, Ladelimit und Abfahrtszeit unterscheiden

Die Startzeit legt fest, wann der Ladevorgang beginnen soll. Das Ladelimit bestimmt, bei welchem Akkustand das Fahrzeug das Laden beendet.

Bei einigen Fahrzeugen gibt es zusätzlich eine Abfahrtszeit. Das Auto berechnet dann selbst, wann es mit dem Laden beginnen muss, damit der gewünschte Ladestand rechtzeitig erreicht wird. Je nach Modell kann diese Einstellung auch die Vorbereitung von Innenraum oder Batterie steuern.

Eine Änderung des Ladelimits verändert daher nicht automatisch die Startzeit. Stimmen die angezeigten Zeiten nicht mit der Planung überein, sollten diese Einstellungen getrennt geprüft werden.


Ladeplanung möglichst einfach halten

Legen Sie die Ladezeit zunächst entweder im Fahrzeug oder im Ladegerät fest. Prüfen Sie nach dem Anschließen, ob der Status „Laden“ oder die richtige geplante Startzeit anzeigt.

Werden später auf beiden Seiten Zeitpläne verwendet, müssen sich die freigegebenen Zeiträume überschneiden. Ein zentral verwalteter Ladeplan ist im Alltag meist leichter zu kontrollieren und verhindert unnötig kurze Ladefenster.

Weitere Lektüre: WLAN, Bluetooth und RFID bei einer Wallbox einfach erklärt

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