Welches Ladegerät passt zu einem Plug-in-Hybrid?

Das passende Ladegerät für einen Plug-in-Hybrid hängt vom Ladeanschluss, der maximalen AC-Ladeleistung des Fahrzeugs und dem Stromanschluss am üblichen Stellplatz ab. Viele Plug-in-Hybride lassen sich über Nacht mit einer niedrigeren AC-Leistung vollständig laden. Die leistungsstärkste Lösung ist deshalb nicht automatisch erforderlich.


Die AC-Ladeleistung des Fahrzeugs ist entscheidend

Prüfen Sie vor der Auswahl eines Ladegeräts die technischen Daten des Fahrzeugs. Wichtig sind vor allem:

  • Art des Ladeanschlusses

  • maximale AC-Ladeleistung

  • einphasiges oder dreiphasiges Laden

  • nutzbare Batteriekapazität

Die meisten aktuellen Plug-in-Hybride in Europa besitzen einen Typ-2-Ladeanschluss. Die Kompatibilität sollte trotzdem immer für das jeweilige Fahrzeugmodell geprüft werden.

Der Onboard-Lader des Fahrzeugs bestimmt, wie viel AC-Leistung aufgenommen werden kann. Unterstützt ein Plug-in-Hybrid beispielsweise maximal 3,7 kW, lädt er an einer 11-kW-Wallbox trotzdem nicht mit 11 kW.

Das Fahrzeug lädt nur mit der höchsten Leistung, die von der gesamten Ladekombination unterstützt wird.


Ein Plug-in-Hybrid benötigt nicht immer hohe Ladeleistung

Ein Plug-in-Hybrid besitzt in der Regel eine kleinere Antriebsbatterie als ein reines Elektroauto. Deshalb kann auch eine niedrigere Ladeleistung ausreichen, wenn das Fahrzeug mehrere Stunden abgestellt bleibt.

Werden beispielsweise ungefähr 10 kWh mit 3,7 kW nachgeladen, dauert dies rechnerisch rund drei Stunden. Durch Ladeverluste kann die tatsächliche Dauer etwas länger ausfallen.

Eine höhere Ladeleistung ist vor allem dann hilfreich, wenn das Fahrzeug eine höhere AC-Leistung unterstützt und zwischen mehreren Fahrten am selben Tag nachgeladen werden soll. Bleibt es normalerweise über Nacht angeschlossen, ist die maximale Geschwindigkeit häufig weniger wichtig als eine passende und bequeme Ladelösung.

Die Ladeleistung sollte zum Fahrzeug und zum Tagesablauf passen – nicht einfach nach dem höchsten verfügbaren Wert ausgewählt werden.


Das Ladegerät muss zum Stromanschluss passen

Je nach Ladeort wird unterschiedliche Ausrüstung benötigt.

Ladeort Geeignete Ausrüstung Wichtigster Prüfpunkt
Geeignete Schuko-Steckdose Mobiles Ladegerät mit Schuko-Stecker Eignung von Steckdose und Stromkreis
Kompatible CEE-Steckdose Mobile Wallbox mit passendem CEE-Stecker Spannung, Stromstärke und Phasen
Fester privater Stellplatz Fest installierte Wallbox Installation und AC-Limit des Fahrzeugs
Öffentliche AC-Ladesäule ohne festes Kabel Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel Fahrzeuganschluss und Kabelauslegung

Ein mobiles Ladegerät kann praktisch sein, wenn der Plug-in-Hybrid über Nacht an einer geeigneten privaten Steckdose steht. Für diesen Einsatz bietet ein einstellbares mobiles Schuko-Ladegerät Ladestufen von 6 A bis 16 A und eine maximale Nennleistung von 3,68 kW bei 230 V.

Eine Schuko-Steckdose sollte nicht allein deshalb verwendet werden, weil sie vorhanden ist. Auch ihr Zustand, die Verkabelung und die zulässige Belastung müssen für das Laden eines Elektrofahrzeugs geeignet sein.

Eine feste Wallbox vereinfacht das regelmäßige Laden

Eine fest installierte Wallbox kann die bequemere Lösung sein, wenn der Plug-in-Hybrid regelmäßig in derselben Garage oder Einfahrt geladen wird. Sie bleibt einsatzbereit und ermöglicht eine dauerhaft ordentliche Kabelführung am Stellplatz.

Die Leistung der Wallbox sollte trotzdem zum Fahrzeug passen. Eine Wallbox mit 7,4 oder 11 kW kann zwar auch ein Fahrzeug mit geringerer Ladeleistung versorgen, die ungenutzte Leistung verkürzt dessen Ladezeit jedoch nicht.

Eine leistungsstärkere Wallbox kann sinnvoll sein, wenn später zusätzlich ein reines Elektroauto geladen werden soll. Das ist eine Entscheidung für die zukünftige Ladeinfrastruktur des Haushalts und keine zwingende Anforderung des Plug-in-Hybrids.

Stromversorgung, Schutztechnik und Installation sollten von einer Elektrofachkraft geprüft werden.


Eine mobile Wallbox eignet sich für bestimmte Ladeorte

Eine mobile Wallbox kann zu Fahrern passen, die regelmäßig kompatible CEE-Steckdosen an mehreren bekannten Orten nutzen – beispielsweise zu Hause und an einem privaten Arbeitsplatz.

Sie ist jedoch nicht automatisch die beste Lösung für jeden Plug-in-Hybrid. Der CEE-Stecker muss zur Steckdose passen, und das Fahrzeug muss eine entsprechend hohe AC-Leistung unterstützen, um die verfügbare Leistung nutzen zu können.

Unterstützt der Plug-in-Hybrid nur einphasiges Laden mit vergleichsweise geringer Leistung, bleibt eine dreiphasige 11-kW-Wallbox durch das Fahrzeug begrenzt. Die Mobilität des Geräts kann trotzdem nützlich sein, die höhere Nennleistung bringt jedoch keinen Geschwindigkeitsvorteil.


An öffentlichen AC-Ladesäulen wird ein separates Kabel benötigt

An einer öffentlichen AC-Ladesäule ohne fest angeschlagenes Kabel benötigt ein aktueller europäischer Plug-in-Hybrid mit Typ-2-Anschluss normalerweise ein Typ-2-auf-Typ-2-Ladekabel.

Ein mobiles Schuko- oder CEE-Ladegerät kann nicht direkt an die Typ-2-Steckdose einer öffentlichen Ladesäule angeschlossen werden. Die Geräte sind für unterschiedliche Stromanschlüsse vorgesehen.

Verfügt die Ladesäule bereits über ein festes Kabel, kann der vorhandene Stecker verwendet werden, sofern er mit dem Fahrzeug kompatibel ist.


Die tatsächliche Nutzung bestimmt die richtige Wahl

Für regelmäßiges Laden über Nacht kann eine geeignete Lösung mit niedrigerer Leistung ausreichend Energie für die nächste Fahrt bereitstellen. Wer den Plug-in-Hybrid innerhalb kurzer Zeit nachladen möchte, sollte zuerst prüfen, ob das Fahrzeug überhaupt eine höhere AC-Ladeleistung unterstützt.

Kontrollieren Sie vor dem Kauf den Fahrzeuganschluss, die maximale AC-Leistung, den verfügbaren Stromanschluss und die übliche Parkdauer.

Das beste Ladegerät ist das Modell, das zur tatsächlichen AC-Ladegrenze und zum Ladealltag des Plug-in-Hybrids passt – nicht automatisch das Gerät mit der höchsten Leistung.

Weitere Lektüre: Schuko oder CEE: Welches EV-Ladegerät passt besser?

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