Die IP-Schutzart zeigt, wie gut das Gehäuse eines EV-Ladegeräts gegen Staub und Wasser geschützt ist. Die erste Ziffer beschreibt den Schutz vor festen Fremdkörpern, die zweite den Schutz vor Wasser. Welche Schutzart passt, hängt vor allem davon ab, ob das Ladegerät in einer Garage, unter einem Carport oder auf einem ungeschützten Außenstellplatz verwendet wird.
So funktioniert eine IP-Schutzart
IP steht für Ingress Protection. Die beiden Ziffern hinter „IP“ beschreiben unterschiedliche Schutzbereiche.
| Teil der Kennzeichnung | Bedeutung |
|---|---|
| Erste Ziffer | Schutz vor festen Fremdkörpern und Staub |
| Zweite Ziffer | Schutz vor Wasser |
| Höhere Ziffer | Höherer geprüfter Schutz innerhalb der jeweiligen Kategorie |
Bei IP66 bedeutet die erste 6 beispielsweise, dass das Gehäuse staubdicht ist. Die zweite 6 steht für Schutz gegen starkes Strahlwasser.
Die beiden Ziffern beziehen sich auf unterschiedliche Einwirkungen. Eine IP-Schutzart liefert deshalb genauere Informationen als eine allgemeine Bezeichnung wie „wasserdicht“.

IP54, IP65 und IP66 im Vergleich
| IP-Schutzart | Schutz vor Staub | Schutz vor Wasser |
|---|---|---|
| IP54 | Geschützt gegen schädigende Staubablagerungen | Geschützt gegen Spritzwasser |
| IP65 | Staubdicht | Geschützt gegen Strahlwasser |
| IP66 | Staubdicht | Geschützt gegen starkes Strahlwasser |
Der wichtigste Unterschied zwischen IP65 und IP66 liegt in der Stärke der geprüften Wasserbelastung. Da die erste Ziffer bei beiden Schutzarten 6 beträgt, gelten beide Gehäuse als staubdicht.
IP66 beschreibt den Schutz gegen starkes Strahlwasser, nicht gegen Untertauchen. Der Schutz bei zeitweiligem Untertauchen wird durch eine andere zweite Ziffer gekennzeichnet, beispielsweise die 7 bei IP67.
Der Ladeort bestimmt die Anforderungen
Ein Ladegerät in einer trockenen Garage ist Regen deutlich weniger ausgesetzt. Staub, Feuchtigkeit und gelegentliches Spritzwasser können trotzdem vorkommen, weshalb auch hier die IP-Schutzart eine hilfreiche Produkteigenschaft ist.
Ein überdachter Stellplatz bietet mehr Schutz, doch Wind kann Regen und Schmutz bis an das Ladegerät tragen. IP65 oder IP66 bieten für solche wechselnden Außenbedingungen einen höheren Schutz.
Auf einer offenen Einfahrt ist das Ladegerät stärker der Witterung ausgesetzt. IP66 bietet einen höheren Schutz gegen Wasser als IP54 oder IP65 und ist daher eine praktische Eigenschaft für Ladegeräte, die für den regelmäßigen Einsatz im Freien vorgesehen sind.
Wer regelmäßig an einer geeigneten CEE-Steckdose auf einem Außenstellplatz lädt, kann mit einer mobilen 11-kW-CEE-Wallbox der Schutzart IP66 dreiphasiges Laden mit Schutz gegen Staub und starkes Strahlwasser verbinden.
Die IP-Schutzart ist ein Teil der Produktauswahl
Die IP-Schutzart beschreibt gezielt den Schutz gegen feste Fremdkörper und Wasser. Ob ein Ladegerät zum vorgesehenen Ladesystem passt, hängt zusätzlich von weiteren technischen Daten ab.
Steckertyp, Spannung, Stromstärke und Phasenanzahl müssen zum vorhandenen Stromanschluss passen. Bei einer ganzjährigen Verwendung im Freien ist außerdem der zulässige Temperaturbereich relevant.
Maßgeblich für den vorgesehenen Einsatzbereich bleiben die technischen Daten und die Bedienungsanleitung. Ein passendes EV-Ladegerät verbindet eine geeignete IP-Schutzart mit dem richtigen Stromanschluss und den vorgesehenen Betriebsbedingungen.
Eine IP-Schutzart erleichtert den Vergleich des Staub- und Wasserschutzes. IP54, IP65 und IP66 stehen für unterschiedliche geprüfte Bedingungen. Die passende Wahl richtet sich daher nach dem Ladeort und der zu erwartenden Witterung.
Weitere Lektüre: Schuko oder CEE: Welches EV-Ladegerät passt besser?















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